[Anzeige] “Die Verlegerin”: Ein Historiendrama über die Pressefreiheit und die Pentagon-Papiere

Mit großer Reichweite geht eine große Verantwortung einher. Zwar werden klassische Printmedien mehr und mehr durch Angebote im Web abgelöst, doch auch hier zählt der gleiche Grundsatz. Wie verhält man sich, wenn man Informationen zugespielt bekommt, deren Ausmaß weit über den eigenen Verantwortungsbereich hinausgehen? Dabei sind Informationen der erste Schritt zu Veränderungen. Aus diesem Grund fürchten nicht nur autoritäre Regierungen eine freie und unabhängige Berichterstattung. Wo Medien nicht über Unrecht, Machtmissbrauch oder Korruption berichten können, findet auch keine öffentliche Kontrolle statt, keine freie Meinungsbildung und kein friedlicher Ausgleich von Interessen.

Ein bekanntes Beispiele: Die „Pentagon Papers“

Die Pentagon-Papiere mit dem offiziellen Titel United States – Vietnam Relations, 1945-1967: A Study Prepared by the Department of Defense wurden 1967 vom damaligen Verteidigungsminister Robert McNamara in Auftrag gegeben. Ein Teil der Papiere war der New York Times zugespielt worden, die am 13. Juni 1971 mit der Veröffentlichung begann. Was schon auf dem Papier brisant klingt, bietet natürlich den idealen Ausgangspunkt für eine Verfilmung. Und genau die bekommen wir jetzt.

Die Verlegerin, ab 22.Februar im Kino

In „Die Verlegerin“ wird ein spannendes Thema aufgearbeitet und zeitgleich Träume von Filmfans wahr: Zum ersten Mal in ihren langen Karrieren treten die Schauspieltitanen Tom Hanks und Meryl Streep gemeinsam für ein Historiendrama vor die Kamera. Regie führt kein Geringerer als Steven Spielberg. Allein diese Tatsache lässt einen hellhörig werden. 

Zum einen hätten wir da die unerfahrene Chefin, die sich in einer sich verändernden Welt als Frau behaupten muss, zum anderen einen erfahrenen Zeitungsmann, dessen Jagd nach dem nächsten Knüller in den Kampf um die Grundprinzipien der Wahrheit mündet. Beide merken bald, dass sie einander zu Höchstleistungen anstacheln können.

Kurzinhalt:

1971 steht mit Katharine „Kay“ Graham (Meryl Streep) eine Frau an der Spitze des Verlags, der die renommierte „Washington Post“ herausbringt. Als erste weibliche Zeitungsverlegerin der USA hat Kay ohnehin keinen leichten Stand, außerdem steht die Zeitung kurz vor dem Börsengang – brisant wird es, als Chefredakteur Ben Bradlee (Tom Hanks) über einen gigantischen Vertuschungsskandal im Weißen Haus berichten will, in den allein vier US-Präsidenten verwickelt sind.

In einem nervenzerreißenden Kampf für die Pressefreiheit riskieren Kay und Ben ihre Karrieren und die Zukunft der Zeitung – ihr mächtigster Gegner ist dabei die US-Regierung…

Bleibt am Ende die Frage offen, wie ihr euch in einer solchen Situation verhalten würdet? Die Informationen in die Schublade stecken oder entgegen aller Gefahren veröffentlichen? Sicherlich keine leichte Entscheidung. Immerhin geht es nicht nur um berufliche Ziele und den eigenen Ruf. Wenn Freiheit, Lebensunterhalt und das persönliche Umfeld betroffen ist, braucht es Nerven wie Drahtseile. Umso mehr freue ich mich auf diesen dramatischen Hochseilakt, der sich auf wahre Begebenheiten stützt.

Alle weiteren Infos zum Film findet ihr hier!

Euer Olli