Reisebericht Bako Nationalpark: Auf Tiersuche in Borneo

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Während wir die ersten beiden Tage in Kuching / Borneo im Baumhaus und mit einem ersten Eingewöhnungsmarsch durch den Dschungel verbracht haben, war es nun an der Zeit ein wenig das Umland zu erkunden. Da ich noch nie zuvor in einem Nationalpark unterwegs war, mussten wir nicht wirklich lang überlegen. Direkt vor der Haustür lag der Bako Nationalpark. Die Heimat von Nasenaffen, bärtigen Wildschweinen, Faltern und unzähligen anderen Tierarten.

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Vorneweg sollte man festhalten: wir haben uns die ersten Tage unseres #Tyrotrip verdammt vollgepackt. Da wo andere noch den Jetlag verarbeiten und den eigenen Körper auf die Liege quetschen, ging es bei uns direkt ans Eingemachte. Erster Tag am späten Nachmittag ankommen, morgens vom Baumhaus ab in den Dschungel und am nächsten Tag der hier beschriebene Trip. Um dann am späten Abend die Reise via Flugzeug fortzusetzen.

Wo sich die meisten vermutlich an die Platte greifen und mit dem Kopf schütteln, muss ich im Nachhinein sagen: stressig, ungewöhnlich, machbar und vor allem ausreichend. Gerade um Kuching herum gibt es nicht wirklich viel zu entdecken. Alles, was wir sehen wollten, haben wir auch abgehackt. Aber dazu später mehr.

Auf den Weg zum Bako Nationalpark

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Da waren wir nun. Auf dem Weg von der Unterkunft bis zum Eingang des Bako Nationalpark. Mit dem Minivan versteht sich. Wer jetzt denkt, damit ist die Anreise auf die Halbinsel erledigt – Pustekuchen. Von hier geht es erst richtig Los. Eintritt bezahlen, Route festlegen, Schwimmweste empfangen, ab aufs Boot. In einer kleinen Nussschale würden wir auf dem Seeweg zum eigentlichen Anfang aller Routen verschippert. Der abgelegene Pfad ist nicht auf dem Landweg erreichbar.

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Über Wellen und mit der spritzenden Gischt im Gesicht dauerte das Spektakel ca. 20 Minuten. Und allein dafür hat sich der Eintritt von 20 Ringit (umgerechnet ca 5 Euro p.P.) gerechnet. Wer auf eine wilde Fahrt im Wasserpark steht, wird diesen Trip zum Park lieben.

Natürlich ging es uns nicht um die Fahrt mit dem Boot. Wir wollten Tiere im Bako Nationalpark sehen. Also ab an den Anleger, Namen hinterlegt für den Fall, dass wir auf dem Weg durch den Dschungel verloren gehen und ab ins Dickicht der Halbinsel.

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Was sich im Park anbietet

Wie fast überall in der Wildnis Borneos, ist es ratsam sich einen Guide (in diesem Fall ausgebildete und erfahrene Führer) zu nehmen. Nicht unbedingt, weil man sich ansonsten auf den unwegsamen Wegen verlaufen könnte, sondern vielmehr, da sie die Tierwelt in und auswendig kennen. So zeigen sie einem Dinge, die man ansonsten völlig übersehen würde.

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Zumindest wurde uns das gesagt. Aber wie das Leben so spielt: Wir haben keinen mehr bekommen. Die Guides für den Bako Nationalpark wachsen leider nicht auf Bäumen. Und da wir wie oben bereits geschrieben – etwas knapp angebunden waren – hatten wir schlicht und ergreifend einfach Pech. Es waren alle vergriffen. Also allein die Route bewältigen, Augen und Ohren offen halten und auf den markierten Wegen bleiben.

Nun aber genug, ich will in den Dschungel

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Die Möglichkeiten für Wanderungen auf der Halbinsel sind sehr vielseitig. Von einfach bis schwer von Dschungel bis Küstenstrecke mit kleinen Buchten. Einfach die entsprechende Zeit Festlegen, mit der Karte vergleichen und dann den jeweiligen farbigen Markierungen folgen. Falls man, genau wie wir, keine Übernachtung im Park plant, (was man durchaus machen kann) sollte man nur die Zeiten für Ebbe und Flut beachten. Davon hängt die mögliche Rückreise zurück an den Ausgangspunkt ab.

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An dieser Stelle würde ich gern einfach die Bilder sprechen lassen. Es sei nur so viel gesagt: Von unvorstellbarem Wurzelwerk, Blickdichten Blättern, rutschigen Steinen bis hin zu Stachelschweinen mit Bart, riesigen Ameisenstraßen, wilden Affen in den Bäumen und aggressiven kleinen „Silverleave Monkeys“, welche mich fast meine Fotoausrüstung und mein Leben gekostet haben, war einfach alles vertreten. Hier eine kleine Auswahl, danach ein paar abschließende Worte zum Bako Nationalpark bei Kuching / Borneo. Enjoy.

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Fazit zum Bako Nationalpark / Kuching / Borneo

Alles in allem war es ein sehr interessanter Tag im Bako Nationalpark. Wir haben viel gesehen, einige Kilometer geschrubbt und nen dicken Sonnenbrand trotz dichtem Dschungel kassiert (was wohl einfach der direkten Nähe zum Äquator geschuldet ist). Einige Tiere haben sich vor die Kamera verirrt und es haben sich einige Blasen am Fuß hinzugesellt. Fakt ist jedoch: der eine Tag hat gereicht. Die Buchten sind voll mit allerhand Müll, die Anzahl der Touristen hält sich zwar in Grenzen, aber man bekommt trotzdem das Gefühl einfach nicht völlig frei zu sein. Und gerade das ist uns persönlich sehr wichtig. Versteht mich nicht falsch: Der Bako Nationalpark hat genau nichts mit einem Zoo gemeinsam, aber der Tag zuvor im Dschungel auf eigene Faust war mindestens genauso ereignisreich wie dieser. Weshalb es auch gut war, dass unsere Reise an dieser Stelle – mit einem Flug am späten Abend – in Kuching zuende ging.

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Auf dem Tyrotrip durch Borneo folgen ohnehin noch ein paar Expeditionen in den Dschungel. Aber nun erst mal weiter nach Kota Kinabalu – Sabah / Borneo. Der Strand und ein paar Inseln rufen. Was ich dort erlebt habe, findet ihr in den kommenden Tagen auf dem Blog. Wer es schon vorher nicht erwarten kann Bilder und Videos zu sehen: Ihr seid herzlich eingeladen mir auf der Reise bei Instagram oder Snapchat (Tyrosize) zu folgen.

Ich hoffe euch hat der Beitrag und die Bilder gefallen. Falls nicht, falls doch oder falls was auch immer – schreibt es in die Kommentare.

Euer Tyrosize

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